Tipps zum Speichern von Bilddateien (1. Teil)

Kompletter Datenverlust – wenn plötzlich Ihre wichtigsten Bildern verloren gehen.

Zerstörte Festplatte zum Speichern der Bilder verwendet
Zerstörte Festplatte zum Speichern der Bilder verwendet

Das ist der Alptraum für viel, plötzlich sind alle Daten, vielleicht die Bilder der Kinder oder die der eigenen Kindheit weg. Unwiederbringliche Bilder oder Videos auf einem Schlag nicht mehr zu retten.

Damit es nicht so weit kommt, hier sind ein paar Tipps, wie Sie den Daten – GAU vermeiden können und das Risiko eines Totalverlusts verhindern oder zumindest stark minimieren können. Als eine Dauerlösung sind eigentlich keine Speichermedien geeignet. Weder Festplatte, DVD, Blue Ray, CD oder Speicherstick sind für die Ewigkeit sicher. Sie müssen sich um Ihre Daten regelmäßig kümmern.
Sie finden hier einige Hinweise und Ideen, um Ihr eigenes Konzept zusammen zu stellen. Was für den einen Kunden passt, heißt noch lange nicht, dass ein Zweiter damit arbeiten möchte und kann.

In diesem Artikel gehen wir auf unterschiedliche, aktuell verfügbare Medien und Ihre Haltbarkeit ein. In diesem Artikel unterscheiden wir unter:

  • magnetischen Speicherung, z.B. Festplatten oder früher Magnetbänder
  • Flash-Speicher, z.B. SDD-Speicher oder USB-Speichersticks
  • optische Speicher, z.B. CDs, DVDs oder Blue Rays
  • Cloud-Speicher, z.B. iCloud, Google Drive
 Der Cloud-Speicher ist kein eigentlicher Speicher, da die Daten beim Dienstleister auch auf Festplatten gespeichert werden, aber es gibt hier ein paar wichtige Aspekte zu nennen.

 

Magnetische Speicher – Speichern Ihrer Daten auf Festplatten

Das Speichern der Daten auf einer Festplatte ist so ziemlich die einfachste Methode Daten abzulegen. Sie haben die Bilder und Videos schnell im Zugriff, meist sind die Bilder gar über das Betriebssystem indexiert und Voransichten sind bereits vorbereitet, so dass Sie schnell durch die Bilder scrollen können.

Vorteile:

  • Klein und handlich: USB Festplatten sind kleine und handliche Massenspeicher. Sie passen in Hosen- und Handtaschen und wiegen nur wenige Gramm. Die kleinen Festpatten benötigen noch nicht einmal eine zusätzliche Spannungsversorgung und werden über das USB-Kabel versorgt. Stromverbrauch <50mA.
  • Kostengünstig: Der Preis pro Terabyte liegt mittlerweile unter 35€
  • Überall einsetzbar: Eine USB-Festplatte kann heutzutage eigentlich jeder auslesen. Auch wenn es die Großeltern ohne PC sein sollten, können Bilder über eine halbwegs modernen Fernseher mit USB-Eingang angeschaut werden.
  • Einfache Handhabung: USB – Festplatten sind einfach zu nutzen. In den Computer oder TV einstecken und los geht es.
  • Großer Massenspeicher: USB Festplatten gibt es in viele Größen mittlerweile auch in Größen von über 12TB

 

Nachteile:

  • Magnetische Datenspeicherung: Die Bits und Bytes werden magnetisch auf einer Platte gespeichert. Eine magnetische Speicherung neigt zum Endmagnetisieren und damit zum Verlust der Daten. Mehr dazu, siehe weiter unten Magnetische Fehlerquellen.
  • Bewegliche Teile: Eine Festplatte dreht sich, je nach Typ, mit 7200 oder 5400 Umdrehungen pro Minute. Eine Festplatte schreibt auf eine runde Scheibe, etwa wie eine CD nur etwas dicker. Je nach Bauart und Datenkapazität sind es mehrere Speicherplatten, die sich synchron und gleichmäßig drehen. Ein kleiner Arm, wie bei einem Schallplattenspieler, tastet die Oberfläche zum Lesen und Schreiben ab. Im Betrieb liegen die Abstände zwischen Schreib-/Lesekopf und Festplattenoberfläche bei einigen Mikrometer oder sogar darunter. Kurzum ein gegenüber Stößen und Schlägen empfindliches Konstrukt.
  • Löschung von Daten: Daten können unbeabsichtigt überschrieben, geändert und gelöscht werden. Der Schnelle Zugriff auf die Daten ist ein Vorteil, aber leider können Sie der Daten auch leicht verlustig werden.

 

Magnetische Fehlerquellen von Festplatten

Die Speicherung auf einer Festplatte erfolgt magnetisch. Eine magnetische Speicherung ist sehr empfindlich gegenüber fremde magnetische Einflüsse, vergleichbar mit Tonbändern. Wer hat nicht schon mal eine alte Kassette eingelegt und sich über das starke Rauschen und Knacksen geärgert. Genau dies sind die Auswirkungen von einer kontinuierlichen Entmagnetisierung der Musikinformation auf dem Magnetband. Bitte vergleichen Sie hier nur das Prinzip und nicht die dahinter steckende Technologie.

Festplatten verfügen über eine gewisse Selbsterhaltung, das heißt automatisches wieder beschreiben der Information. Diese Endmagnetisierung kann man bei einer Festplatte im kontinuierlichem Betrieb vergessen. Aber was ist, wenn ein starkes elektromagnetisches Feld auftritt, wie bei einem Blitzeinschlag oder Kurzschluss. Auch wenn der Blitz nur in der Nachbarschaft einschlägt, kann das E-Feld des Blitzes Festplatten löschen oder zumindest so weit beschädigen, dass ein Teil der Information nicht mehr gelesen werden kann.

 

Mechanische Fehlerquellen von Festplatten

Bei dieser Betrachtung haben wir die mechanische Fehlerquelle noch nicht angesprochen. Eine Festplatte dreht sich mit 7200 oder 5400 Umdrehungen pro Minute. Gehen Sie mal in den 1 Gang Ihres Autos und lassen ihn mit 5000 Umdrehungen laufen … da ist schon etwas geboten. Eine Festplatte schreibt auf eine runde Scheibe, etwa wie eine CD nur etwas dicker. Diese dreht sich. Jedes Teil, das sich bewegt geht irgendwann einmal kaputt. Nebenbei die vom Hersteller angegebene MTBF-Zeit (mean time before failture) einer Festplatte beträgt 1-2 Jahre. Also als Zwischenspeicher ist die Festplatte perfekt, solang eine weitere, wenn möglich optische Speicherung existiert.

 

Flash-Speicher

usb-stick
Unsere Empfehlung USB-Speicher von Intenso

Ein Flash-Speicher ist ein digitaler Speicher-Baustein mit geringem Energiebedarf. Die richtige Bezeichnung ist Flash-EEPROM (EEPROM steht für: elektrisch löschbarer programmierbarer Nur-Lese-Speicher). Das heißt der Speicherbaustein kann elektrisch gelöscht werden. Die Anzahl der Löschungen sind begrenzt. Nach Herstellerangaben zwischen 3.000 und 100.000 Löschzyklen, dann ist ein Speicherbaustein defekt. Das hört sich zwar im ersten Moment schlimm an, aber 100.000 mal ein Bit schreiben ist schon eine Menge.

Vorteile:

  • Kleine Bauart: Es ist überraschend wie schnell die Speichermedien kleiner werden. 64GB lassen sich schon im Stecker eines USB-Anschlusses verstecken.
  • Einfache Handhabung: USB – Speicherstick einstecken und nach wenigen Sekunden ist das Medium einsatzbereit.
  • Kostengünstig: Die USB – Speichersticks sind extrem günstig. Derzeit liegen wir bei ca. 0,18€ pro GB Speichergröße.
  • Überall einsetzbar: Ein USB – Speicherstick kann heutzutage eigentlich jeder auslesen. Auch wenn es die Großeltern ohne PC sein sollten, können Bilder über eine halbwegs modernen Fernseher mit USB-Eingang angeschaut werden.

 

Nachteile:

  • Löschung von Daten: Daten können unbeabsichtigt überschrieben, geändert und gelöscht werden. Der Schnelle Zugriff auf die Daten ist ein Vorteil, aber leider können Sie der Daten auch leicht verlustig werden.
  • Qualitätsunterschiede: Billige Anbieter haben noch deutliche Qualitätsprobleme.
  • Begrenzte Schreibzyklen: Wie eingangs beschreiben, besteht eine herstellerunabhängige maximale Löschbarkeit eines Bits.

 

Hier geht es zum 2. Teil des Artikels: Tipps zum Speichern von Bilddateien (2. Teil)

 

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